Amelia Rosenberg, "HALF ACRE"
Julia Hartmann
Amelia Rosenberg, "HALF ACRE"

TALENTE 2020

Eine Sonderschau der Internationalen Handwerksmesse München

2020 präsentiert TALENTE Arbeiten von 99 jungen Gestaltern aus 30 Ländern in 14 unterschiedlichen Gewerken. Dieses Jahr sind auch Werke von Teilnehmern aus Bolivien, Chile, China, Litauen, Taiwan, der Türkei und der Ukraine dabei. TALENTE wird innovative, einfallsreiche, außerordentliche und sehr unterschiedliche Werke gerade in den Bereichen Glas, Keramik und Schmuck zeigen sowie eine ungewöhnlich große Anzahl an interessanten Textilien sowie Modeentwürfe vorstellen.

Eine umfassende Auswahl von Exponaten aller Aussteller finden Sie als digitale Version auf unserer Homepage.



TALENTE präsentiert dieses Jahr eine Vielzahl von Arbeiten, die sich mit Klimawandel, Nachhaltigkeit und Upcycling beschäftigen

Dass Klimawandel und das Streben nach Nachhaltigkeit und Upcycling große Themen der Gegenwart sind, wird in den eingereichten Arbeiten deutlich. Dieses betrifft besonders die Beiträge, die sich mit Materialinnovationen beschäftigen, die aus Abfallstoffen oder natürlichen Elementen neue Materialien entwickeln, welche vielseitig einsetzbar sind. Dazu gehört auch die Entwicklung von Produkten, die funktional und langlebig sind, sowie Überlegungen, wie durch möglichst einfache Verfahren interessante Wirkungen erzielt werden können. Das Bewusstsein gegenüber Materialien führt auch zu der Frage nach der Wertigkeit einzelner Stoffe. Zudem findet eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Handwerk und ein Bewusstmachen der jeweiligen Produktionsprozesse ebenso statt wie Überlegungen zum Thema der Massenproduktion, die das handwerkliche Einzelstück zunehmend verdrängt, bzw. solche zum Konsum und der eigenen Bequemlichkeit, die in riesigen Mengen von nicht abbaubarem Verpackungsmüll münden.

Vergangenheit, Natur und Entschleunigung

Daneben finden sich auch Arbeiten, die sich mit der Vergangenheit und Tradition der verschiedenen Gewerke beschäftigen sowie Inspiration aus der Natur beziehen. Der Rückgriff auf die Vergangenheit dient als Anregung und Experiment, um eigene Positionen zu entwickeln; die Umsetzung der Natureinflüsse wiederum soll zu einem erhöhten Bewusstsein gegenüber den alltäglichen Reizen und zu einer Entschleunigung beitragen.

Digitale Technologien und handwerkliche Tradition, politische und soziale Standpunkte

Ein weiteres Thema bildet die Kombination von neuen digitalen Technologien und traditioneller Handwerkskunst. Aus einer reflektierten Auseinandersetzung mit deren jeweiligen Eigenschaften entstehen ungewöhnliche Arbeiten mit innovativem, reizvollem Erscheinungsbild. Bewusst wird mit der vorausgesetzten Perfektion der digitalen Produktion gespielt bzw. wird eingeräumt, dass durch die digitalen Prozesse und Maschinen Arbeiten konzipiert und verwirklicht werden können, die mit den traditionellen Werkzeugen auf diese Weise nicht umzusetzen wären. Zugleich wird aber auch die zunehmende Mechanisierung des Alltags hinterfragt. Dieser Zwiespalt von gleichzeitig als Bedrohung und Erleichterung empfundener Mechanisierung und Digitalisierung des Alltags wird im Medium Keramik und Schmuck aufgegriffen. Weitere Themen bilden zeitpolitische Probleme wie der Brexit und die nationalistischen Strömungen, die im Medium Schmuck und Textil gestalterisch umgesetzt werden.




Katalog Talente 2020
Katalog Talente 2020

Den Katalog zur Sonderschau können Sie bei der Handwerkskammer bestellen.

Die Kontaktdaten finden Sie rechts.

Sie können die Katalog auch auf der Internationalen Handwerksmesse in der Halle B1 und in der Galerie Handwerk erwerben.



Marieta Tedenacová, ¿NARZISS¿
Monika Martykánová, ¿3DIY¿
Isabelle Mackay-Sim, ¿THE DREAM OF FLESH"
Joshua Kerley, Sinter IV
Theresa Jaspers, Regalsystem ¿T. REG¿
Anne Beumer, "Karakters"
Irina Razumovskaya, "Barkskin" (Rindenhaut)
Jiyoung Jang, "BUD" (Blüte)
Catherine Sanke, "In Nacht und Eis"
Alla Ozhegova, "CON1DENT1AL"
Søren Krag, "Enûma Eliš"
Maurice Riegler & Lennard Wilde, Keramikobjekte "Steinzeug"
Ayaka Terajima, "Der Topf"
Tereza Hruskova, Vasenserie "2841"
Yann Santerre, Muster aus dem "Gwilen"
Niklas Böll, Holz und Wasser
Sophie Katharina Stanitzek, Bürsten und Pinsel aus dem Projekt "AGA"
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Amelia Rosenberg, "HALF ACRE"
Shioka Okamoto, ¿SENSORY PLEASURE II¿

Was ist TALENTE?

 Allgemeine Informationen zur Sonderschau

 TALENTE-Archiv

Ausstellungsdauer

11. bis 15. März 2020

Ausstellungsort

 Internationale Handwerksmesse München
Halle B1 "Handwerk & Design"

TALENTE-Aussteller 2020

Teilnehmerliste

Presse 2020

Presseinformation



Termine und Rahmenprogramm

Einführung in die Sonderschau Talente

Am Donnerstag, 12. März 2020, um 13.40 Uhr

Verleihung des TALENTE-Preises

Am Samstag, 14. März 2020, um 16.30 Uhr auf der Bühne der Halle B1.







Gewinner des Talente-Preises 2020



Rose Ekwe, Frankreich

Materialien und Technik

Bei Rose Ekwes Entwürfen gefiel der Jury der Ansatz, aus einem natürlich vorhandenen Grundstoff neue Textilien zu produzieren, die biologisch abbaubar sind. Sie greift hiermit ein besonders sensibles Thema auf, denn gerade in der Textilindustrie bildet die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien ein großes Problem. Ein weiterer positiver Aspekt liegt in der die hautschonenden Qualität des Materials.

"Algentextil"- Rose Ekwe, FR
"Algentextil"- Rose Ekwe, FR

Vlastimil Šenkýř, Tschechische Republik

Glas

Vlastimil Šenkýřs Projekt „Lapis philosophorum” beeindruckte die Jury in dem Verschleiern der Grenzen zwischen Natur und Kunst. Sie erscheinen wie alchemistische Produkte, in denen sich Natur, Kunst und Wissenschaft treffen und dokumentieren darin auch die Nähe, in der sich diese Bereiche zur Zeit befinden und gegenseitig inspirieren. Zugleich faszinierte das zunächst nahezu unscheinbare Erscheinungsbild der Arbeiten, das sich dann als prachtvoll und von leuchtender Farbigkeit offenbart.

"Lapis philosophorum" - Vlastimil Senkýr, CZ
Tomás Slavík
"Lapis philosophorum" - Vlastimil Senkýr, CZ

Isabelle Mack-Sim, Australien

Keramik

Isabelle Mackay-Sims Arbeiten interessierten die Jury aufgrund der sensualistischen Oberflächengestaltung. Die Künstlerin verwendet das Material Ton auf eine sehr bewusste Weise und die Freude am Kneten des Tons ist in ihren Arbeiten deutlich spürbar. Die Arbeiten sind zudem sehr geheimnisvoll und regen zu einer Erkundung mit Augen und Händen an. Die Objekte bilden außerdem einen deutlichen Kommentar (ohne dabei moralisch zu sein) zu dem zeitgenössischen Streben nach einem perfekten Körper.

"The dream of flesh" - Isabelle Mackay-Sim, AU
Luis Power
"The dream of flesh" - Isabelle Mackay-Sim, AU

Irina Razumovskaya, Russland / Großbritannien

Keramik

Die Jury war durch den den Objekten innewohnenden Kontrast fasziniert: Auf der einen Seite sind sie gekennzeichnet durch eine minimalistische Form, auf der anderen Seite verwendet die Künstlerin eine raffinierte aufplatzende, sich ablösende Glasur, um den Eindruck von Vergänglichkeit und Verfall zu vermitteln. Beim Betrachten werden Birkenwälder assoziiert, die an Märchenwelten denken lassen, aber es wird auch der Eindruck von Ruinen und vergangener Größe kreiert.

"Barkskin" - Irina Razumovskaya, RU/GB
"Barkskin" - Irina Razumovskaya, RU/GB

Dirk Vaessen, Niederlande

Kunststoff

Dirk Vaessens Schulter- und Kopfstücke aus der Serie „Brave Hendrik“ zeigen eine neue Art von Kleidung in der Wahl des Materials – Kunststoff – und der Gestaltung, die eine Fülle von Assoziationen zulässt und den Körper neu interpretiert. Diese Offenheit und diese Lust am Experiment, das Spiel mit den Vorstellung von Geschlecht, Sexualität und Traditionen lobte die Jury.

"Brave Hendrik" - Dirk Vaessen, NL
Emma Hoogstede
"Brave Hendrik" - Dirk Vaessen, NL

Jordan Furze, Großbritannien

Schmuck

An Jordan Furzes Schmuck beeindruckte die Jury der politische Zeitbezug, das unmittelbare Reagieren auf Ereignisse im Sinne eines Kommentars. Die Ringe aus der Gruppe „Nation Divided“ sind in jedem Detail in Bezug auf den „Brexit“ ausgeführt – sei es die Oberfläche, die Form, die Texte oder die Farbigkeit. Diese Konsequenz in Hinblick auf Gestaltung und Inhalt überzeugte die Jury.

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Jordan Furze
Jordan Furze, "Nation Divided"

Kristina Neumann, Australien

Schmuck

Die Jury war von dem überzeugenden Konzept der Arbeiten von Kristina Neumann beeindruckt. Viele Studenten leben in letzter Zeit sehr lange bei ihren Eltern und haben wegen der guten gegenseitigen Beziehungen wenig Grund auszuziehen. Die Mehrzahl dieser Generation scheint nach Sicherheit und Stabilität zu streben. So sind Kristina Neumanns Arbeiten als eine Art Talisman für die jüngere Generation zu sehen. Außerdem fand die Jury die Idee des hängenden und bewegenden Besitzes von Schmuck interessant, da dieses hier in einem konzeptuellen Kontext zu verstehen ist: Der Halsschmuck hängt nah am Herzen und wenn sich der Träger/die Trägerin bewegt, entfernt sich das Objekt sorgsam vom Körper. Der Schmuck vertritt somit die Rolle der Wohnung/des Hauses.

"Still in Cylinder" - Kristina Neumann, AU
Simon Cottrell
"Still in Cylinder" - Kristina Neumann, AU

Micaela Mornaghi, Argentinien / Großbritannien

Stein

Micaela Mornaghis Reihe von besteckartigen Formen zielt auf die Verbindung des Spirituellen und des Profanen in Form von alltäglichen Gegenständen ab. So wirken ihre Arbeiten wie benutzbare Löffel, Gabeln oder Messer, doch weist die Schönheit des Materials, die Subtilität der Farbigkeit und leichte, ins Zeichenhafte tendierende Verwandlungen der Form daraufhin, dass es sich eher um Arbeiten mit Amulettcharakter handelt.

"Integrating the sacred and the profane in everyday objects" - Micaela Mornaghi, AR/GB
Vicky Polak
"Integrating the sacred and the profane in everyday objects" - Micaela Mornaghi, AR/GB

Søren Krag, Dänemark / Norwegen

Textil

„Enûma Eliš” von Søren Krag beschäftigt sich auf eine sehr moderne Weise mit einem traditionellen Thema. So greift er das Medium der Tapisserie auf, um allgemeingültige Inhalte zu vermitteln, gestaltet diese aber mit einer Kombination von Formen und Ornamenten verschiedener Epochen und Kulturen, von digitalen Bildern und digitalem Weben. Damit präsentiert er auf eindrucksvolle Weise das dem Zeitenwandel angepasste Weiterleben von Traditionen.

"Enuma Elis" - Søren Krag, DK/NO
Jane Sverdrupsen
"Enuma Elis" - Søren Krag, DK/NO

Sunniva Rademacher Flesland, Norwegen

Textil

Das Flicken und Ausbessern von Kleidungsstücken ist eine fast vergessene Kunst, die kaum noch ausgeführt wird. Es ist bei diesem Beitrag interessant, wie eine scheinbar einfache Tätigkeit eine moderne, nachhaltige Erscheinung erhält. Dabei wird den kleinen geflickten Bereichen fast die Wirkung von Schmuckstücken verliehen. Dem Ausbessern wohnt zudem eine spielerische Seite inne, die an die Kindheit sowie an die Improvisation und die Fantasy beim Ausarbeiten und Verschönern von Flecken in einem Schulheft erinnert.

Reparierter Burberry-Mantel und Kaschmirpullover - Sunniva Rademacher Flesland, NO
Reparierter Burberry-Mantel und Kaschmirpullover - Sunniva Rademacher Flesland, NO



Organisation und Förderung

Veranstalter: GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, München

Leitung: Wolfgang Lösche, Handwerkskammer für München und Oberbayern

Organisation: Michaela Braesel, Handwerkskammer für München und Oberbayern

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie gefördert mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie



Ansprechpartner

Dr. Michaela Braesel
Formgebungs- und Denkmalpflegeberatung

Telefon 089 5119-293
Fax 089 5119-245
michaela.braesel--at--hwk-muenchen.de

English Version

The special show TALENTE is an international competition for young craftsmen in design and engineering that shows prototypes and trends from 14 different areas of design. Works of 99 craftsmen and designers from 30 countries are presented.

Among others, there will be participants from Bolivia, Chile, China, Lithuania, Taiwan, Turkey and Ukraine. Beside glass, ceramics, jewellery we will also present a huge number of interesting textiles, as well as fashion designs.



You can find a comprehensive selection of exhibits form all exhibitors as a digital version on our homepage.

 

Climate change, sustainability and upcycling as current issues

The submitted works demonstrate that climate change and the pursuit of sustainability and upcycling are major issues for the young artists. This applies particularly to the contributions that deal with material innovations, which develop new materials from waste materials, or natural elements that are versatile. This also includes the development of products that are functional and durable, and considerations of how interesting effects can be achieved using the simplest possible processes. Awareness of materials also leads to question the value of individual substances. In addition, there is to be found a reflection on one's own craft and an awareness of the respective production processes, as well as considerations on the subject of mass production, which is increasingly displacing the handcrafted individual piece. There are also consideration on consumption and personal convenience, which result in huge amounts of non-degradable packaging waste.

Tradition, nature and deceleration

There are also works that deal with the past and the tradition of the various crafts as well as those which draw inspiration from nature. The recourse to the past serves as inspiration and experiment to develop one's own positions. The implementation of the natural influences should in turn contribute to an increased awareness of everyday stimuli and to deceleration.

Digital technologies and craft traditions, political and social statements

Another topic is the combination of new digital technologies and traditional craftsmanship. A reflective examination of their respective properties creates unusual works with an innovative and attractive appearance. They play with the assumed perfection of digital production or admit that the digital processes and machines can be used to design works, which would not be possible in exactly this way with traditional tools. At the same time, however, the increasing mechanization of everyday life is being questioned. This dichotomy of mechanization and digitization of everyday life is perceived at the same time as a threat and a relief. Other issues include current problems such as Brexit and the nationalist currents that are implemented in the medium of jewelry and textiles.


Katalog Talente 2020
Katalog Talente 2020

The catalogue of this special exhibition can be ordered at the Handwerkskammer für München und Oberbayern.

The address is listet below on the point Organisation and Funding

You can also buy the catalogue at the international trade fair 2020 in the Hall B1 and in the Galerie Handwerk.

Marieta Tedenacová, ¿NARZISS¿
Monika Martykánová, ¿3DIY¿
Isabelle Mackay-Sim, ¿THE DREAM OF FLESH"
Joshua Kerley, Sinter IV
Theresa Jaspers, Regalsystem ¿T. REG¿
Anne Beumer, "Karakters"
Irina Razumovskaya, "Barkskin" (Rindenhaut)
Jiyoung Jang, "BUD" (Blüte)
Catherine Sanke, "In Nacht und Eis"
Alla Ozhegova, "CON1DENT1AL"
Søren Krag, "Enûma Eliš"
Maurice Riegler & Lennard Wilde, Keramikobjekte "Steinzeug"
Ayaka Terajima, "Der Topf"
Tereza Hruskova, Vasenserie "2841"
Yann Santerre, Muster aus dem "Gwilen"
Niklas Böll, Holz und Wasser
Sophie Katharina Stanitzek, Bürsten und Pinsel aus dem Projekt "AGA"
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Amelia Rosenberg, "HALF ACRE"
Shioka Okamoto, ¿SENSORY PLEASURE II¿

Appointments and Event-Program

Introduction in the TALENTE-fair

On Thursday, 12th March 2020, at 1.30 pm at the stage of Hall B1.

Awarding of the TALENTE-Prize

On Saturday, 14th March 2020, at 4.30 pm at the stage of Hall B1.





What is TALENTE?

 More Informations about the Special Exhibition

Duration

11th - 15th March 2020

Place of Event

 International Trade Fair Munich
Hall B1 "Handwerk & Design"

TALENTE-Exhibitors 2020

List of participants

Winner of the Talente-Prize 2020

Rose Ekwe, France

Materials and technique

Rose Ekwe's designs impressed the jury regarding her approach of producing innovative textiles from a naturally existing raw material which is also biodegradable. Therewith she is addressing a particularly sensitive topic, because the sustainability of the materials used is a major problem particularly in the textile industry. Another positive aspect of her textiles is the skin-friendly quality of the material.

"Algentextil"- Rose Ekwe, FR
"Algentextil"- Rose Ekwe, FR

Vlastimil Šenkýř, Czech Republic

Glass

Vlastimil Šenkýř's project “Lapis philosophorum” impressed the jury by its obscuring the boundaries between nature and art. The works appear like alchemical products in which nature, art and science meet and therewith document the proximity in which these areas are currently located and inspire each other. At the same time they fascinate by their at the first glance almost inconspicuous appearance, which then reveals itself to be magnificent and of brilliant color.

"Lapis philosophorum" - Vlastimil Senkýr, CZ
Tomás Slavík
"Lapis philosophorum" - Vlastimil Senkýr, CZ

Isabelle Mack-Sim, Australia

Ceramics

Isabelle Mackay-Sim’s works attracted the jury by their sensual surface design. The artist uses the materiality of clay very consciously. The pleasure of kneading is to be felt in her works. The objects are also very mysterious and excite the desire to discover their shapes with eyes and hands. In addition, the objects are also a clear commentary (without being moral) on today’s desired body perfection.

"The dream of flesh" - Isabelle Mackay-Sim, AU
Luis Power
"The dream of flesh" - Isabelle Mackay-Sim, AU

Irina Razumovskaya, Russia / Great Britain

Ceramics

The jury was fascinated by the contrasts the objects carry in themselves: On the one hand there is this minimalist form, on the other hand the artist uses an elaborate crumbling, peeling glaze that suggests transience and decay. One have to think of birch forests, which evoke a fairy-tale feeling, but also of dilapidated buildings reminiscent of past glory.

"Barkskin" - Irina Razumovskaya, RU/GB
"Barkskin" - Irina Razumovskaya, RU/GB

Dirk Vaessen, The Netherlands

Plastics

Dirk Vaessen’s shoulder and head pieces from the series “Brave Hendrik” show a new type of clothing in the choice of material – plastics – and design, which allows a wealth of associations and reinterprets the body. The jury praised this openness and this desire to experiment, the play with ideas and notions of gender, sexuality and traditions.

"Brave Hendrik" - Dirk Vaessen, NL
Emma Hoogstede
"Brave Hendrik" - Dirk Vaessen, NL

Jordan Furze, Great Britain

Jewellery

The jury was impressed by the contemporary political references in Jordan Furze’s jewellery, by the immediate reaction to events almost in the form of a comment. The rings from the group "Nation Divided" are designed in every detail in relation to the subject of "Brexit", be it the surface, the shape, the text or the colour. This consistency with regard to design and content convinced the jury.

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Jordan Furze
Jordan Furze, "Nation Divided"

Kristina Neumann, Australia

Jewellery

The jury was impressed by the strong concept in the works by Kristina Neumann. Students usually live with their parents for a long time and, because of the good relationship with them, have no need to move out. The majority of this generation seems to be looking for security and stability. These works are to be seen as talismans for the younger generation. In addition, the jury found it exciting that the hanging and moving property of jewellery also makes a conceptual sense here: the necklace hangs close to the heart and when the wearer moves, the object carefully distances itself from the body.

"Still in Cylinder" - Kristina Neumann, AU
Simon Cottrell
"Still in Cylinder" - Kristina Neumann, AU

Micaela Mornaghi, Argentinia / Great Britain

Stone

Micaela Mornaghi’s series of cutlery-like shapes aims to combine the spiritual and the profane in the form of everyday objects. Her works look like usable spoons, forks or knives, but the beauty of the material, the subtlety of the colours and the slight transformations of the shape, which tend to be rather symbolic, indicate that the work is more of an amulet character.

"Integrating the sacred and the profane in everyday objects" - Micaela Mornaghi, AR/GB
Vicky Polak
"Integrating the sacred and the profane in everyday objects" - Micaela Mornaghi, AR/GB

Søren Krag, Denmark / Norway

Textile

“Enûma Eliš” by Søren Krag deals with a traditional theme in a very modern way: He takes up the medium of tapestry to convey a universal content, but designs with a combination of forms and ornaments from different areas and styles, digital images and digital weaving. In this way he presents in an impressive way the continuity of tradition adapted to the changing of times.

"Enuma Elis" - Søren Krag, DK/NO
Jane Sverdrupsen
"Enuma Elis" - Søren Krag, DK/NO

Sunniva Rademacher Flesland, Norway

Textile

Mending clothes is an art that almost no one masters anymore. It interesting to see how this apparently poor work is given a modern, sustainable appearance. The small repaired parts become a kind of jewellery. There is also a playful note in the mending that reminds at the improvisation and phantasy as a child in elaborating and making something beautiful out of stains in one’s exercise books.

Reparierter Burberry-Mantel und Kaschmirpullover - Sunniva Rademacher Flesland, NO
Reparierter Burberry-Mantel und Kaschmirpullover - Sunniva Rademacher Flesland, NO





Organisation and Funding

Promoter: GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, München

Administration: Wolfgang Lösche, Handwerkskammer für München und Oberbayern

Organisation: Michaela Braesel, Handwerkskammer für München und Oberbayern

We are grateful for the support provided by the Federal Ministry of Commerce and Energy, and the Bavarian State Ministry of Commerce and Media, Energy and Technology. The publication of the catalogue is enabled by funding from the Association of Trades Fairs.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Counterpart

Dr. Michaela Braesel
Formgebungs- und Denkmalpflegeberatung

Telefon 089 5119-293
Fax 089 5119-245
michaela.braesel--at--hwk-muenchen.de