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Iran-AbkommenIran-Deal

25. Juni 2026 – Statement von Präsident Peteranderl

„Wenn es zu einem tragfähigen Friedensvertrag kommt, wäre die Wirtschaft noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“,  sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.

Vergangene Woche haben die USA und Iran ein Abkommen zur Beendigung des Konfliktes unterzeichnet. In den kommenden Wochen soll dann ein umfassendes Friedensabkommen ausgearbeitet werden, das diesen unnötigen Konflikt hoffentlich nachhaltig beenden wird.



Wirtschaftliche Auswirkungen

Für das Handwerk aber sind die wirtschaftlichen Auswirkungen entscheidend. Seit März war die Straße von Hormus faktisch für den Schiffsverkehr gesperrt. Betroffen waren bestimmte Gase, Düngemittel, aber vor allem natürlich die Energieträger Erdöl und Erdgas. Und obwohl Europa nur einen kleinen Teil seiner Lieferungen aus diesem Gebiet importiert, kann sich niemand den Weltmarktpreisen entziehen. Der Ölpreis erreichte zeitweise mehr als 120 Dollar je Barrel.

Diese erhöhten Kosten für Energie und Treibstoff belasteten die Gesamtwirtschaft und das Handwerk gleichermaßen. Der Ölpreis liegt derzeit zwar noch teils deutlich über dem Vorkriegsniveau, sollte aber ein tragfähiger Friedensvertrag zustande kommen, dürfte die Weltwirtschaft mit einem blauen Auge davongekommen sein.

Dennoch wurde erheblicher Schaden bereits angerichtet. Jede Ware und jede Dienstleistung brauchen an irgendeiner Stelle Logistik und Treibstoff. Der Tankrabatt auf Benzin und Diesel hat dabei einem noch höheren Anstieg der Inflation entgegengewirkt, obgleich dies mit erheblichem Einsatz grundsätzlich knapper Steuermittel geschah.

Zudem reagierte die EZB fast sofort mit einer Zinserhöhung und ein weiterer Zinsschritt ist noch zu erwarten. Dies senkt insgesamt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und Investitionstätigkeit, erhöht die Finanzierungskosten unserer Handwerksbetriebe und wirkt zudem als Stolperstein für die beginnende Erholung im Wohnungsbau.



Gefahr einer erneuten Eskalation

Außerdem gilt: Ein Abkommen ist noch kein gültiger Friedensvertrag. Es besteht immer noch die Gefahr einer erneuten Eskalation. Zudem verfügt der Iran mit der Straße von Hormus auch weiterhin über ein wirksames Mittel, um die Weltwirtschaft innerhalb kürzester Zeit wieder erheblich unter Druck setzen zu können.

Gerade angesichts dieser anhaltenden globalen und kaum zu beeinflussenden Unsicherheitsfaktoren gilt es aber für die Politik, „daheim“ die richtigen Voraussetzungen zu schaffen. Die Wirtschaft und insbesondere der Mittelstand müssen durch bessere Rahmenbedingungen in die Lage versetzt werden, solchen Schocks standhalten zu können. Durch den konsequenten Abbau von Bürokratie, die Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen und die Stärkung der unternehmerischen Freiheit können die Unternehmen widerstandsfähiger werden und sich besser gegen künftige Krisen wappnen.



 

Robert Fleschütz

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik

Telefon 089 5119-117

Fax 089 5119-305

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