www.fotografiemh.de - Hannes Harnack

Vor der Ausbildung

Von der Schulbank in den Chefsessel – und das schon in wenigen Jahren? Das gibt es wahrscheinlich nur im Handwerk. Der Einstieg über die duale Berufsausbildung ist vielseitig und karriereorientiert. Die Ausbildung vereint Tradition und Hightech, Menschen und Maschinen, handwerkliches Geschick und moderne Materialien von der Idee bis zum fertigen Produkt.

Die Ausbildung im oberbayerischen Handwerk ist ein Gütesiegel von internationaler Klasse und Sprungbrett in eine spannende Karriere. Und das Beste ist: Das ganze macht auch noch Spaß!



Die duale Ausbildung

Die Ausbildung im Handwerk erfolgt im sogenannten „dualen Berufsausbildungssystem“, kurz im „dualen System“. Der Begriff „dual“ leitet sich aus dem lateinischen „dualis“ ab und bedeutet, dass die Ausbildung von zwei Partnern an zwei verschiedenen Lernorten durchgeführt wird: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Grundlage für die Ausbildung ist ein Berufsausbildungsvertrag zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden. Der Vertrag regelt unter anderem die Ausbildungsinhalte, den Urlaub, die Vergütung und die Ausbildungsdauer.

Der Film zeigt, wie die Ausbildung abläuft und wie das duale System genau funktioniert. Untertitel in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Persisch lassen sich im Menü „Einstellungen“ anzeigen.



Die Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf

Wer die Wahl hat…

Die Auswahl ist riesig, das Handwerk bietet über 130 verschiedene Ausbildungsberufe. Das Gute daran ist, dass für jedes Talent und jedes Interesse das Richtige dabei ist. Die Herausforderung besteht darin, einen Überblick zu gewinnen und sich für den passenden Ausbildungsberuf zu entscheiden.

Unterstützung bei der Berufswahl: lehrlinge-fuer-bayern.de

Das bayerische Handwerk unterstützt bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf. Wer noch ratlos ist oder ganz am Anfang seiner Berufswahl steht, findet im Berufe-Checker interessante Ideen. Wenn die Vorstellungen über die berufliche Zukunft schon etwas konkreter sind, gibt es alle Informationen rund um die über 130 Ausbildungsberufe im Berufe-Wiki .



Der Realitäts-Check: Berufsorientierung und Praktikum

Ob ein Ausbildungsberuf wirklich zu einem passt, erfährt man am besten im echten Leben. Im Ausbildungsbetrieb, in der Werkstatt oder beim Kunden erhält man einen guten Eindruck von den Aufgaben, Materialien, Arbeitsabläufen und auch von den zukünftigen Kollegen.

Die Schul- und Ferienwerkstatt

Die Bildungszentren der Handwerkskammer sowie einiger Münchner Innungen öffnen ihre Werkstätten exklusiv für den Handwerkernachwuchs. Schüler können Handwerksberufe ausprobieren und jede Menge Fragen zur Ausbildung und den Bewerbungsvoraussetzungen stellen. 



Praktikum und Einstiegsqualifizierung (EQ)

Auch ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung kann dabei helfen, die Berufswahl zu bestätigen. Wer einmal Ausbildungsluft in einem echten Unternehmen geschnuppert hat, kann sehr gut beurteilen, ob Ausbildungsberuf und Ausbildungsbetrieb zu den eigenen Vorstellungen passen.

Die Broschüre „Mein Praktikum“ enthält wertvolle Tipps und Hinweise, damit das Praktikum der Anfang einer Erfolgsgeschichte wird. Sie unterstützt Praktikantinnen und Praktikanten dabei, Betriebe und Berufe gezielt zu erleben und zu erkunden, und dient auch dem Betrieb, um die Eignung und Neigung des potenziellen Lehrlings einzuschätzen.




Lehrstelle finden: Online, per App oder mit unserer Hilfe

Mit der Entscheidung für einen Ausbildungsberuf beginnt die Suche nach dem Ausbildungsbetrieb und der passenden Lehrstelle. Eine gute Wahl hilft dabei, problemlos durch die Ausbildung zu kommen. Es gibt viele Möglichkeiten, Praktikums- und Lehrstellen zu finden – die Mühe bei der Auswahl lohnt auf jeden Fall.



Praktikums- und Lehrstellenbörse der Handwerkskammer

Hier treffen sich Unternehmer und zukünftige Auszubildende. Die Suche nach Praktikums- und Lehrstellen lässt sich nach Ausbildungsberufen, Regionen und Ausbildungsbeginn verfeinern und ist für beide Seiten kostenlos.

Zur Praktikums- und Lehrstellenbörse

Bestehende Stellenangebote verwalten (nur für eingeloggte Betriebe)
Neues Stellenangebot eintragen

 

Lehrstellenradar 2017

Die App „Lehrstellenradar 2.0“ bietet einen einfachen Zugang zu Ausbildungsbetrieben, freien Lehrstellen und Praktikumsplätzen in allen Handwerksberufen. Mit wenigen Klicks lässt sich ein eigenes Profil erstellen, das automatisch über freie Stellen im Wunschberuf benachrichtigt. Eine Bewerbungsfunktion, Umkreissuche und Kartendarstellungen vereinfachen die Navigation und führen direkt zur passenden Stelle.

Alternativ zur App gibt es das Lehrstellenradar 2.0 auch im Internet unter lehrstellen-radar.de.

Lehrstellenradar 2.0

Erhältlich im App Store

Get it on Google Play

Die App ist kostenlos im Appstore und bei GooglePlay erhältlich.

 

Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit

Das Portal der Bundesagentur für Arbeit hält die meisten Angebote bereit. Die Jobbörse wird sowohl von Jugendlichen als auch Unternehmen intensiv genutzt und verbessert die Chancen auf eine Lehrstelle oder einen Auszubildenden nochmals deutlich.

 Wie Unternehmen ihre Lehrstellen melden können, erklärt der Flyer „Nachwuchs sichern – Jetzt freie Ausbildungsplätze melden!“



Persönliche Beratung

Wenn die Suche nach der Lehrstelle stockt oder sich einfach kein Auszubildender finden lässt, stehen die Ausbildungsberater der Handwerkskammer mit Rat und Tat zur Seite.

 

Auswahl des geeigneten Bewerbers

Als Ausbildungsbetrieb hat man es heute nicht immer leicht. Viele Unternehmer klagen über zu wenige Bewerber, und wenn man mehrere Bewerbungen erhält, ist die Auswahl des erfolgversprechendsten Kandidaten nicht immer einfach. Die Broschüre „Nachwuchs werben und auswählen“ enthält hilfreiche Tipps und praktische Unterlagen für die Auswahl des geeigneten Bewerbers. 



Unterstützung für Migranten und Flüchtlinge

Oberbayern ist bunt: Bereits heute leben Menschen aus mehr als 180 Ländern im Kammerbezirk. Menschen mit Migrationshintergrund sind daher ein wichtiger Pfeiler bei der Nachwuchskräftesicherung im Handwerk. Es ist daher entscheidend, zukünftig möglichst viele junge Menschen mit Migrationshintergrund für die handwerkliche Ausbildung zu gewinnen und zu begeistern.

Die Handwerkskammer beschäftigt Ausbildungsakquisiteure, die genau diese Begeisterung für die Karriere im Handwerk an junge Menschen weitergeben möchten sowie einen Ausbildungsbegleiter, der die Ausbildung stabilisieren soll.



Die Ausbildungsakquisiteure 

  • vermitteln die vielseitigen Karrierechancen, die in den über 130 Ausbildungsberufen im Handwerk möglich sind.
  • finden heraus, welche beruflichen Potenziale in den jungen Menschen stecken und helfen, diese zu verwirklichen.
  • unterstützen bei der Suche nach Praktikums- und Lehrstellen.
  • gewinnen Betriebe für die Ausbildung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund und von Flüchtlingen.
  • haben ein offenes Ohr für die Sorgen der Ausbildungsbetriebe und Jugendlichen.
  • rühren die Trommel für das Handwerk durch Eltern-, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit.
  • nehmen an Berufsinformationstagen teil und präsentieren die handwerkliche Berufsausbildung an Schulen.
 Ansprechpartner für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Serkan Engin
Fachberater Berufsausbildung, Ausbildungsakquise

Telefon 089 5119-428
Fax 089 5119-392
serkan.engin--at--hwk-muenchen.de





Die Ausbildungsakquise für Flüchtlinge ist regional organisiert.

Mit Hilfe der Landkarte finden Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner

Ausbildungsakquise in Oberbayern



Region I

Eichstätt, München Stadt und Landkreis, Ingolstadt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d. Ilm

Christoph Karmann
Fachberater Berufsausbildung, Ausbildungsakquise

Telefon 089 5119-372
Fax 089 5119-392
christoph.karmann--at--hwk-muenchen.de

Region II

Bad Tölz - Wolfratshausen, Dachau, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg a. Lech, Miesbach, Starnberg, Weilheim-Schongau

Sven Jasper
Fachberater Berufsausbildung, Ausbildungsakquise

Telefon 089 5119-327
Fax 089 5119-328
sven.jasper--at--hwk-muenchen.de

Region III

Altötting, Berchtesgadener Land, Ebersberg, Erding, Freising, Mühldorf a. Inn, Rosenheim, Traunstein

Amelie Schneider
Fachberaterin Berufsausbildung, Ausbildungsakquise

Telefon 089 5119-347
Fax 089 5119-361
amelie.schneider--at--hwk-muenchen.de





Unterstützung für Flüchtlinge während der Ausbildung

Viele junge Menschen, die aus ihren Herkunftsländern fliehen mussten, finden im oberbayerischen Handwerk eine neue Heimat. Damit die Ausbildung reibungslos verläuft, beschäftigt die Handwerkskammer einen Ausbildungsbegleiter für junge Flüchtlinge. Der Ausbildungsbegleiter ist Ansprechpartner für Auszubildende und Ausbildungsbetrieb gleichermaßen.

 Ansprechpartner

Rüdiger Hofbauer
Ausbildungsbegleitung

Telefon 089 5119-446
Fax 089 5119-328
ruediger.hofbauer--at--hwk-muenchen.de



Die Ausbildungsakquisiteure und der Ausbildungsbegleiter werden durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Logo



Vom Unternehmer zum Ausbilder

Die Ausbildung des eigenen Fachkräftenachwuchses ist die Königsdisziplin im Handwerk. Durch gut ausgebildete Mitarbeiter erhalten Handwerksbetriebe die notwendigen Fach- und Führungskräfte, mit denen sie die eigene Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit, aber auch die der gesamten Volkswirtschaft sichern.

 

Wer darf eigentlich ausbilden?

Früher war die Antwort einfach: der Meister! Heute ist die Antwort etwas komplexer. Die Ausbildungsberechtigung hängt zunächst vom Handwerk ab. Die Handwerksordnung unterscheidet dabei in zulassungspflichtige und zulassungsfreie Handwerke sowie handwerksähnliche Gewerbe. Je nach Zuordnung des Gewerks können heute nicht mehr nur Meister, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch Ingenieure, Techniker und Gesellen ausbilden.

Bei Fragen zum Thema Ausbildungsberechtigung hilft Ihnen gerne der zuständige Ausbildungsberater . Formulare und Unterlagen zum Thema Ausbildungsberechtigung finden Sie hier .



Der Lehrvertrag

Grundlage jedes Ausbildungsverhältnisses ist ein Lehrvertrag bzw Berufsausbildungs- oder Ausbildungsvertrag. Dieser wird zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden und gegebenenfalls dessen gesetzlichen Vertreter geschlossen.

 

Der „Klassiker“

Den Lehrvertrag gibt es nach wie vor in Papierform. Einen kostenlosen Vordruck können Sie unter lehrlingsrolle@hwk-muenchen.de anfordern.

 

Der „Lehrvertrag online“

Alternativ kann der Lehrvertrag auch am Bildschirm ausgefüllt werden. Der vollständig ausgefüllte Lehrvertrag muss ausgedruckt und unterschrieben werden. Der unterschriebene Lehrvertrag kann dann mit seinen Anlagen (z. B. Erstuntersuchung, Zeugnisse) postalisch eingereicht werden.



Der „Moderne“

Im kostenlosen Kundenportal der Handwerkskammer können Lehrverträge/Ausbildungsverträge angelegt, verwaltet und nachträglich bearbeitet werden. Ein Versand – egal ob per Post, Brieftaube oder E-Mail – ist nicht mehr notwendig. Folgen Sie zur Registrierung einfach unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung!

Der ausgedruckte, unterschriebene und eingescannte Lehrvertrag kann dann mit seinen Anlagen (z. B. Erstuntersuchung, Zeugnisse) vollelektronisch eingereicht werden!



Zur Upload-Anleitung
Zur Lehrvertragsverwaltung

Nur für eingeloggte Betriebe!





Die clevere Ergänzung zur Ausbildung: Duale Studiengänge



Wer in einem mittelständischen Unternehmen erfolgreich sein will, braucht theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen. Hier setzt das Verbundstudium an: Parallel zu einem Fachhochschulabschluss (Bachelor) wird eine Gesellenprüfung in einem der Fachrichtung entsprechenden Ausbildungsberuf abgelegt. Das Studium entspricht dem regulären Bachelor-Studium an der Fachhochschule, die Ausbildung erfolgt in Handwerksbetrieben sowohl vor Studienbeginn als auch in den Praxissemestern und in der vorlesungsfreien Zeit.

Vorteile des Verbundstudiums

Durch die Integration von Fachhochschulstudium und gewerblicher Berufsausbildung werden Theorie und Praxis optimal verzahnt. Praktische Semester und Vorpraktika werden so gewinnbringend für die Ausbildung genutzt. Verglichen mit dem Erwerb einer Berufsausbildung mit anschließendem Studium verkürzt sich die Gesamtausbildungsdauer deutlich.

 

Das Studium

Da das Studium dem regulären Bachelor-Studium entspricht, sind die Zulassungsvoraussetzungen oder Zulassungsbeschränkungen der jeweiligen Fachhochschule zu beachten.

 

Die Ausbildung

Die Ausbildung findet in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf in einem Handwerksbetrieb statt. Grundlage hierfür ist der Abschluss eines Praktikums- oder Berufsausbildungsvertrages. Zur Durchführung des Verbundstudiums ist grundsätzlich jeder ausbildungsberechtigte Betrieb befugt.

Im Kammerbezirk München und Oberbayern sind derzeit folgende Verbundstudiengänge besonders beliebt:

  • Augenoptik/Optometrie in München
  • Bauingenieurwesen in München
  • Brau- und Getränketechnologie in Weihenstephan (Freising)
  • Elektro- und Informationstechnik in Ingolstadt
  • Fahrzeugtechnik in Ingolstadt
  • Holzbau und Ausbau in Rosenheim
  • Innenausbau in Rosenheim
  • Maschinenbau in Ingolstadt
  • Versorgungstechnik in München
  • Wirtschaftsingenieurwesen in Ingolstadt
     

Weitere Informationen zu den einzelnen Verbundstudiengängen (Ausbildungsberufe, Kontaktadressen etc.) sowie weitere Hinweise finden Sie hier .

 Ansprechpartner

Michael Scholze
Sachgebietsleitung Gesellen-, Abschluss-, Umschulungsprüfungen

Telefon 089 5119-197
Fax 089 5119-323
michael.scholze--at--hwk-muenchen.de