Virusinfektion
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Coronavirus: Informationen und Hinweise

Von Arbeitsschutz über Betriebsöffnungen und Finanzhilfen bis Zivil- und Wirtschaftsrecht: Wir unterstützen Sie und haben deshalb wichtige Informationen zusammengestellt.

Arbeitsschutzmaßnahmen

Das Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet sich über Speichel- und Schleimtröpfchen. Beim Husten, Niesen und lauten Sprechen werden sie ausgestoßen und können viele Viren enthalten. Auch beim normalen Sprechen und Atmen entstehen Sekrettröpfchen. Allerdings sind diese winzig klein und schweben eine Zeitlang als Aerosol in der Luft herum. Dieses Aerosol können andere Menschen einatmen und sich möglicherweise mit den enthaltenen Viren infizieren. Einen Beleg für diesen Übertragungsweg gibt es bislang aber nicht.

Ziel von Hygienemaßnahmen ist es, die Übertragungskette zu unterbrechen.

Allgemeine Verhaltensregeln

  • Abstand halten
  • Direkten Körperkontakt (Umarmung, Küsschen, ggf. Händeschütteln) vermeiden
  • Berührung des eigenen Gesichts mit ungewaschenen Händen vermeiden
  • Häufiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife
  • Häufiges und gründliches Lüften von geschlossenen Räumen

 FAQs Arbeitsschutz und Hygiene - besondere Maßnahmen wegen Corona



Finanzhilfen, Bürgschaften

Bayerischer Schutzschirm mit folgenden Schwerpunkten

  • Es werden Ausfallbürgschaften für Kredite von 50-60 % auf 80-90 % erhöht, es stehen LfA-Förderkredite zur Verfügung, die Hausbanken können so erleichtert Kredite vergeben.
  • Die Staatsregierung stellt 100 Millionen Euro für eine globale Rückbürgschaft gegenüber der LfA zur Verfügung, um die negativen Folgen für die Wirtschaft aufgrund des Coronavirus abzufedern. Zunächst sollten interessierte Unternehmen mit den Hausbanken das weitere Vorgehen besprechen.
  • Über den Bayernfonds kann sich der Staat an Unternehmen beteiligen, die unmittelbar vor der Insolvenz stehen.


Finanzhilfen

Die öffentlichen Förderbanken KfW-Förderbank und die LfA-Förderbank Bayern haben Sonderprogramme aufgelegt, um den Zugang zu günstigen Darlehen zu erleichtern. Es können dabei Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden.

So sind u. a. die Möglichkeiten zur Haftungsfreistellung für Betriebsmittelkredite erhöht worden. Ziel dabei ist, die Bereitschaft der Hausbanken Darlehen zu vergeben hochzuhalten, selbst wenn sich die Bonitäten der Unternehmen durch die Corona-Krise verschlechtern sollten.

Die öffentlichen Förderprogramme müssen grundsätzlich über Ihre Hausbank beantragt werden.


Aktuell

  • Die LfA-Förderbank Bayern hat den Corona-Schutzschirm-Kredit aufgelegt. Gefördert wird dabei die Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln, wobei der bis Ende 2020 planmäßig zu erbringende Kapitaldienst einbezogen werden kann, nicht aber außerplanmäßige Tilgungen. Nicht förderfähig im Rahmen des Corona-Schutzschirm-Kredits sind Umschuldungen.

    Konditionen

    -  Unternehmen mindestens seit Januar 2019 am Markt
    -  Finanzierung auch des Kapitaldienstes bestehender Darlehen bis Ende 2020
    -  Risikoprüfung nur durch die Hausbank
    -  Haftungsfreistellung: 90 %
    -  Zinssatz: 1 %

  • Schnellkreditprogramme für Unternehmen des Bundes und des Landes Bayern
    Diese Programme sollen schnelle Kredite für Investitionen und laufende Kosten (Betriebsmittel) ermöglichen. Gefördert wird grundsätzlich der gesamte Liquiditätsbedarf des Unternehmens bis zum 31.12.2020, z. B. laufende Betriebskosten, Löhne und Gehälter, planmäßiger Kapitaldienst etc. Langwierige Prüfungen und Prognosen zur Fortführung entfallen dabei, der Zinssatz beträgt dafür allerdings jeweils 3 %.  Voraussetzung ist, dass Ihr Unternehmen zum 31.12.2019 nicht als Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß EU-Definition einzustufen war.

    Konditionen

    -  Kredithöhe: Maximal in Höhe von bis zu 25 % des Jahres­umsatzes 2019
    -  Laufzeit bis zu 10 Jahre
    -  Haftungsfreistellung: 100 %
    -  Zinssatz:  3 %
    -  Unternehmen war zum 31.12.2019 nicht bereits in Schwierigkeiten
    -  Keine Risikoprüfung durch die Hausbank
    -  Kreditvergabe nur aufgrund von vergangenheitsbezogener Daten
    -  Vorzeitige Rückzahlung möglich – ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Der Unterschied zwischen den Schnellkrediten des Bundes und des Freistaats Bayern liegt in der Betriebsgröße und der damit verbundenen Höhe der Darlehen.

Schnellkredit-Corona der LfA-Förderbank Bayern für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

Konditionen

  • Unternehmen mindestens seit 1. Oktober 2019 am Markt
  • Gewinnerzielung in 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre
  • Laufzeit: 5 Jahre mit 1 Tilgungsfreijahr oder 10 Jahre mit 2 Tilgungsfreijahren

Kredithöhe

1 bis zu 5 Beschäftigte50.000 Euro
6 bis zu 10 Beschäftigte100.000 Euro

Erhaltene Zuschüsse in Form von Soforthilfen (Bund bzw. Freistaat Bayern) sind von den 50.000 Euro bzw. 100.00 Euro abzuziehen.



KfW-Schnellkredit 2020 des Bundes für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten

Kredithöhe: Maximal in Höhe von drei Monatsumsätzen 2019

11 bis zu 50 Beschäftigte500.000 Euro
51 bis zu 250 Beschäftigte800.000 Euro



Allgemeines zu den öffentlichen Förderprogrammen

Die Programme der KfW und der LfA-Förderbank stehen Unternehmen zur Verfügung, die wegen der Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Konkret heißt dies, dass alle Unternehmen, die vor dem 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren, einen Kredit beantragen können.

Dies bedeutet lt. KfW, dass Ihr Betrieb bis zu diesem Zeitpunkt

  • keine Liquiditätsschwierigkeiten hatte,
  • keinen Umsatz- oder Ertragsrückgang von mehr als 10 % hatte und
  • sich die wirtschaftliche Lage nicht wesentlich verschlechtert hatte.

Die Kapitaldienstfähigkeit muss allerdings gegeben sein – das heißt, Sie müssen weiterhin zahlungsfähig sein und Ihren Kredit irgendwann auch zurückzahlen können. Ob das so ist, berechnet Ihre Bank anhand Ihrer Ist-Zahlen vor der Coronakrise und unter Berücksichtigung Ihres künftigen Kapitalbedarfs.

Anträge können über Ihre Hausbank gestellt werden. Auszahlungen erfolgen schnellstmöglich. Eine einfache und unbürokratische Antragsbearbeitung wird angestrebt. Gehen Sie aber trotzdem nicht unvorbereitet in Ihr Kreditgespräch mit Ihrer Hausbank.

Es kann sein, dass von Ihrer Hausbank folgende Unterlagen benötigt werden, diese können beispielsweise sein

  • Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Unternehmen
  • Kurze Situationsbeschreibung eingeleiteter Maßnahmen
  • Vorschlag für den Eigen­beitrag des Unternehmers, z.B. über Einsparungen bei privaten Ausgaben
  • Ermittlung des Kredit­bedarfs anhand einer Maßnahmen- und Liquiditäts­planung für die nächsten 12 Monate
  • Vorläufige Liquiditätsplanung 2020 und 2021 sowie
  • Rentabilitätsplanungen 2020 und 2021
  • Jahres­abschlüsse / Einnahmen-Überschuss-Rechnungen 2017 und 2018, wenn vorhanden auch 2019
  • Betriebs­wirtschaftliche Auswertung 2019 (inklusive Summen- und Saldenliste)
  • Selbstauskunft




Bürgschaften

Sollten Sie aufgrund etwaiger Lieferengpässe oder anderweitiger Ausfälle Aufträge nicht (rechtzeitig) erfüllen können und es werden zur Überbrückung Kredite notwendig, kann die Bürgschaftsbank Bayern diese besichern.

Die betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammern informieren Sie gerne über die Grundzüge der Bürgschaftsprogramme und deren Antragstellung. 

Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann in kurzer Zeit und sicher über das Finanzierungsportal der Deutschen Bürgschaftsbanken gestellt werden. Zusätzlich wird durch die Schaffung von Eigenkompetenzregeln eine kurzfristige Entscheidung über Bürgschaftsanträge (Expressbürgschaften) ermöglicht. Eine Kontaktaufnahme zur Bürgschaftsbank Bayern kann ebenso durch Ihre Hausbank erfolgen.

Die Maßnahmen im Detail
  • Anhebung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Mio. Euro
  • Schaffung einer Eigenkompetenz für Bürgschaften bis 250.000 Euro
  • Anhebung der Betriebsmittelgrenze von 35 % (bzw. Handel 50 %) auf 80 %
  • 10 % höhere Rückbürgschaft Bund (dann 49 %) sowie Möglichkeit für die Länder
    um weitere 5 % zu erhöhen.

Wichtig für die schnelle und erfolgreiche Beurteilung von Anfragen für die Begleitung einer Überbrückungsfinanzierung ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht.

Muss der gesamte Betrieb durch eine Behörde in Quarantäne gestellt werden, tritt u. U. eine individuell abgeschlossene Betriebsschließungsversicherung für den Schaden ein.





Planungstool auf Excel-Basis

Um Sie bei der Erstellung Ihrer Unterlagen bestmöglich zu unterstützen, haben wir speziell für die Coronakrise zwei Planungstools auf Excel-Basis entwickelt, das den o. g. Anforderungen entspricht.

Die Anforderungen der Hausbanken sind unterschiedlich, manche benötigen eine Planung von Januar bis Dezember 2020, andere hingegen fordern eine Aufstellung beginnend mit dem aktuellen Monat (Juni 2020 bis Mai 2021). Entsprechend haben wir unsere Planungstools ausgelegt, bitte verwenden Sie das jeweils passende Dokument.

Wenn Sie bei der Erstellung Ihrer Planungsrechnungen Unterstützung benötigen, oder Ihr Konzept kontrollieren lassen wollen, helfen Ihnen unsere betriebswirtschaftlichen Berater gerne weiter.

 Audiobeitrag

Wie können Betriebe ihre Liquidität steigern?
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Soforthilfen Freistaat Bayern und Bund

Hinweis
Die Antragstellung für Soforthilfeleistungen ist letztmalig am 31.05.2020 möglich. Danach eingehende Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden.
Aufgrund der extrem hohen Antragsmengen können die Mitarbeiter der Krisen-Hotline der Regierung von Oberbayern weder Antragsergänzungen aufnehmen noch standardmäßige Rückfragen zum Bearbeitungsstand beantworten.

Die Soforthilfen durch den Bund und den Freistaat Bayern für Betriebe, die durch die Corona-Pandemie in Not kommen, können unbürokratisch abgerufen werden. Dazu gehören auch Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe.

Ziel der Zuschüsse ist die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. ä.. Private liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden. Sollte es sich um ein verbundenes Unternehmen handeln, ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen.

Der Antragsteller muss glaubhaft versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu zahlen. Das Unternehmen darf dabei vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein und der Schadenseintritt nach dem 11. März 2020 erfolgte.

Die Corona-Soforthilfen stellen in steuerlicher Hinsicht nach geltendem Recht Betriebseinnahmen dar und werden für die Veranlagung der Einkommens - oder Körperschaftsteuer im kommenden Jahr gewinnwirksam berücksichtigt. Nur wenn das Unternehmen oder der Selbständige im Jahr 2020 einen positiven Gewinn erwirtschaftet hat, wird dann auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.

Die Umsetzung der Soforthilfe des Bundes erfolgt in Bayern dergestalt, dass das jeweils für die Betriebe günstigere Förderprogramm herangezogen wird. Anträge können nur online gestellt werden.

 Antrag auf Soforthilfe

Wenn Sie von den höheren Konditionen des Bundes- und Landesprogramms profitieren wollen, stellen Sie bitte einen neuen elektronischen Antrag.

Falls Sie schon einen Antrag gestellt haben (unabhängig davon, ob Sie schon einen Bescheid oder eine Auszahlung erhalten haben), kreuzen Sie dies bitte im elektronischen Antragsformular an.

Anträge können nicht mehr per PDF oder per Post an die Bewilligungsbehörden gesendet werden, da diese ab sofort nicht mehr bearbeitet werden.

Die Bearbeitung der Anträge erfolgt durch die für den Antragsteller örtlich zuständige Vollzugsbehörde. Diese sind

für die Stadt München
Landeshauptstadt München
Referat für Arbeit und Wirtschaft 
Herzog-Wilhelm-Straße 15 
80331 München 
Tel: 089 233-22070
E-Mail wirtschaft-corona@muenchen.de 
Internet www.muenchen.de/arbeitundwirtschaft

oder für Oberbayern
Regierung von Oberbayern
Maximilianstraße 39
80538 München
Telefon: 089 2176-1166
E-Mail soforthilfe_corona@reg-ob.bayern.de
Internet www.regierung.oberbayern.bayern.de 

Haben Sie bitte Verständnis, dass aufgrund der hohen Antragszahl keine Sachstandsfragen über die Hotline der Bewilligungsbehörden beantwortet werden können.





Soforthilfe Freistaat Bayern

Nach der Eingabe der Anzahl Ihrer Beschäftigten in dem Online-Antrag erkennt und entscheidet das Programm, ob bei Ihnen das bayerische oder bundesdeutsche Soforthilfe-Programm zur Anwendung kommt. Es erscheint automatisch das für Sie einschlägige Antragsformular.

Die Soforthilfe Bayerns ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt

  • bis zu 5 Erwerbstätige          9.000 Euro
  • bis zu 10 Erwerbstätige     15.000 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige    30.000 Euro
  • bis zu 250 Erwerbstätige  50.000 Euro.

Wer einen Liquiditätsengpass hat und bereits zuvor einen Antrag auf bayerische Soforthilfe gestellt hatte (bis zu 5.000 Euro bzw. bis zu 7.500 Euro), der kann einen Folgeantrag stellen um die Differenz zur neuen, höheren Summe auszugleichen.





Soforthilfe Bund

Kleinbetrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern kommen die Fördersätze des Bundesprogramms zugute. Der Zuschuss soll insbesondere Miet- und Pachtkosten decken. Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Die Bewilligung der Anträge und die Verwaltung des Programms erfolgen durch die Länder.

Die Soforthilfe Bund ist ebenfalls nach der Zahl der Erwerbstätigen gestaffelt und beträgt

  • bis zu 5 Beschäftigten bis zu 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate
  • bis zu 10 Beschäftigten bis zu 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate

Die Beschäftigtenzahlen beziehen sich auf Vollzeitäquivalente. Teilzeitkräfte können also auf Vollzeit umgerechnet werden.

Mittlere Unternehmen ab 11 bis 250 Beschäftigten sind im bundesweiten Programm nicht berücksichtigt. Ihnen steht weiterhin die bayerische Soforthilfe mit bis zu 50.000 Euro zur Verfügung.



Erleichterungen für Steuer- und Sozialversicherungszahlungen

Für eine Stundung der Beiträge ist es notwendig, dass sich die betroffenen Unternehmen formlos unter Bezug auf Notlage durch die Corona-Krise und Paragraf § 76 SGB IV direkt an ihre jeweils zuständigen Krankenkassen wenden müssen, die ihre Sozialversicherungsbeiträge erheben.

Um dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen zu halten, können Körperschaft-, Einkommen- und Umsatzsteuer sowie der Messbetrag Gewerbesteuer gestundet bzw. herabgesetzt werden. Die Stundung bzw. Herabsetzung der Gewerbesteuer muss direkt bei der Gemeinde erfolgen.

Auf die üblichen Stundungszinsen können die Finanzämter im konkreten Einzelfall teilweise oder ganz verzichten, unter der Voraussetzung, dass glaubhaft gemacht wird, dass die Corona-Epidemie ursächlich für die fehlende Liquidität ist. Dazu nehmen Sie bitte mit dem zuständigen Finanzamt und Ihrem Steuerberater Kontakt auf.

Unternehmer müssen auch im Falle einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag fällig. Auf Antrag des Unternehmers können die Beiträge für die Monate März und April 2020 bis längstens zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Mai 2020 gestundet werden.

Voraussetzung ist, dass das Unternehmen ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten hat oder im Falle der sofortigen Einziehung der Beiträge in solche Schwierigkeiten geraten würde. Die Entscheidung über eine Stundung fällt die zuständige Krankenkasse. Bei einer Stundung werden keine Stundungszinsen berechnet; auch von der Erhebung von Säumniszuschlägen oder Mahngebühren wird abgesehen.

Vorrangig sollen jedoch die Entlastungsmöglichkeiten nach den Regelungen zum Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen werden.

Die Berufsgenossenschaften versenden demnächst ihre Beitragsbescheide. Auf Antrag bieten auch sie den Betrieben in wirtschaftlichen Schwierigkeiten Beitragserleichterungen an. Nähere Informationen und Links zu Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft finden Sie auf der Seite des Spitzenverbandes der deutschen gesetzlichen Unfallversicherer DGUV.

 Audiobeitrag

Wie können Betriebe ihre Sozialversicherungsbeträge reduzieren?
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Zivil- und Wirtschaftsrecht

Unsere Berater für Zivil- und Wirtschaftsrecht klären Sie über die rechtlichen Konsequenzen auf, wenn Sie bestehende Aufträge und Lieferverpflichtungen nicht einhalten können.

Aktuell: Neuregelungen im Zivil- und im Gesellschaftsrecht sowie in der Insolvenzordnung

Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Hinblick auf die Corona- Krise hat der Gesetzgeber - zum Teil zeitlich befristete - Änderungen im Zivil- und Gesellschaftsrecht sowie in der Insolvenzordnung vorgenommen.

Mehr zu den wichtigsten Änderungen für Betriebe finden Sie in unserem Merkblatt "Neuregelungen Zivil- und Wirtschaftsrecht".



 Audiobeiträge

Wie kann ein Betrieb aus Verträgen aussteigen?
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Notfall: Der Chef fällt aus
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Vorsicht Falle: Gauner gehen nicht in Quarantäne!
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 Rechte und Pflichten bei der Vertragserfüllung von Aufträgen während der Krise!
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Betrugsversuche bei Soforthilfeanträgen und beim Kurzarbeitergeld - Vorsicht vor Phishing-Mails

Der offizielle Antrag für bayerische Unternehmen ist ausschließlich über diesen Link zu erreichen 

 Antrag auf Soforthilfe

Die Landeskriminalämter warnen derzeit im Rahmen der Beantragung der Corona-Soforthilfe für Unternehmen vor gefälschten Seiten, Formularen oder auch betrügerischen Anrufen, z. B. eine entsprechend formulierte Meldung des LKA Baden-Württemberg. In Bayern liegen ebenfalls vergleichbare Erkenntnisse vor, insbesondere im Hinblick auf sog. „Fake-Webseiten“ zur Beantragung von staatlichen Soforthilfen.

Ähnliche URLs, z.B. „soforthilfe-fur-corona-de“ sind größtenteils in privatem Besitz und reichen von fragwürdigarbeien kostenpflichtigen Vermittlungsangeboten bis hin zu klassischen kriminellen Phishing-Seiten. Auch bei Anträgen für das Kurzarbeitergeld kursieren gefälschte Anträge.

Weitere Informationen und Hilfestellungen bietet Ihnen das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter:

 Vorsicht vor Fake-Seiten "Soforthilfe für Corona"

Dort sind insbesondere auch Links zu offiziellen Seiten aufgelistet, die für die Stellung von Anträgen auf Corona-Soforthilfe bedenkenlos genutzt werden können.

 Audiobeitrag

Vorsicht vor Phishing-Mails: Schützen Sie sich beim Home-Office
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Arbeits- und Arbeitsschutzrecht

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände hat einen Praxisleitfaden "Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie" veröffentlicht, in dem Sie weitere Informationen finden.

 Audiobeitrag

Wie geht ein Betrieb in der Krise mit seinen Mitarbeitern um?
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 Ansprechpartner Arbeits- und Sozialrecht





Kurzarbeit

Bei Auftragsengpässen durch das Coronavirus wurde von der Bundesagentur für Arbeit klargestellt, dass die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich ist.

Vor dieser Beantragung müssen Betriebe die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Voraussetzung ist, dass ein Unternehmen wegen Krankheitsfällen durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnet und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt.

Die Bundesregierung hat beschlossen bis Anfang April erweiterte Kurzarbeiterregelungen umzusetzen. So wird die Erfordernis, dass mindestens ein Drittel der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen ist, auf zehn Prozent abgesenkt.

Des Weiteren werden die Sozialversicherungsbeiträge vollständig von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Ebenso wird eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldbezugs von 12 auf 24 Monate ermöglicht. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Hinweisen des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) zum Coronavirus.

Die Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden. Informationen rund um dieses Thema erhalten Sie auf der Informationsseite der Bundesagentur für Arbeit mit Erklärvideos und einem Merkblatt, sowie auch über eine Hotline der Bundesagentur für Arbeit: 0800 45555 20.





Verdachtsfall im Unternehmen

Waren Beschäftigte in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiet, sollten diese unabhängig von Symptomen unnötige Kontakte vermeiden und wenn möglich zu Hause bleiben. Treten bei diesen Personen Symptome auf, sollten diese nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen.

Waren Beschäftigte in Regionen in denen Coronavirus-Fälle vorkommen (jedoch keine Risikogebiete), dann sollten diese, sobald innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr Symptome der Erkrankung auftreten, nach Voranmeldung einen Arzt aufsuchen.

Das Gesundheitsamt ist im Anschluss für den Meldeweg und die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Infizierte werden i. d. R. zu ihren Kontaktpersonen der vergangenen Tage befragt, diese werden namentlich registriert und müssen sich gegebenenfalls Labortests unterziehen. Es ist wichtig, dass Sie in einem solchen Fall mit dem Amt kooperieren, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Hatten Beschäftigte einen persönlichen Kontakt mit einer Person, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich diese unverzüglich an das Gesundheitsamt wenden.

Eine Entschädigung für einen eventuellen Verdienstausfall ist in § 56 Infektionsschutzgesetz ("Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten bei Menschen") von unter Quarantäne gestellten Beschäftigten geregelt.





Coronavirus-Hotline

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat unter der 09131 6808-5101 eine Hotline für Fragen zum Coronavirus eingerichtet.







Veranstaltungen

Das Gesundheitsministerium untersagt in Bayern landesweit Veranstaltungen und Versammlungen. 

Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Dies gilt bis einschließlich 3. Mai 2020.







Auslandsreisen und Entsendungen

Die Berufsgenossenschaft RCI, der Gesamtverband der Versicherungsunternehmen, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie die International SOS Foundation haben einen "Leitfaden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen" erstellt.

Dieser soll für Risiken bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen sensibilisieren und die Prävention fördern.





Hinweise für Ihre Aufträge im Ausland



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